notebookwerden im Moment 12 Universitäten gefördert, nicht 22. Die Uni
> Düsseldorf ist nicht darunter. Meines Wissens hatten sich über 120
> Institutionen beworben.
**In http://www.bmbf.de/presse01/Akt_20020708-138Anlage.pdf steht
aber etwas anderes zu lesen, ebenfalls in der Presseerklaerung vom
8.7. Düsseldorf ist folglich eine der “Notbook-Universities”,
wenngleich auch erst im Projektstatium.
>
> Dies heisst NICHT, dass es kostenlose Notebooks geben wird. Meines
> Wissens nach werden zumindest an den NRW-Hochschulen Leih-Modelle
> favorisiert, an der Uni Duisburg wird ein günstiger Grosseinkauf
> angestrengt, der von der Uni und aus den projektmitteln gesponsert
> wird.
**Das mag ja so sein, doch ändert es nicht an der Fragwürdigkeit
dieses Projekts.
>
> Es handelt sich bei der Notebook-University NICHT um ein
> Förderprogramm, sondern um ein FORSCHUNGS-Programm. Es sollen
> mögliche Szenarien entwicklet werden, die didaktischen Mehrwert
> versprechen. Unter Mehrwert verstehe ich hier besseres UND/ODER
> effizienteres (im Sinne von Kosten Nutzen) Lernen/Lehren .
**Solche Projekte gab und gibt es viele, was ist aus ihnen geworden?
Vor allem die Szenarien sind besonders lustig, wie wollen Sie die
durch die Gremien von Politik und Universitäten bekommen?
>
> Das ist wohl unzweifelhaft so. Leider sind dies aber auch häufig die
> technisch und inhaltlich innovativeren Kräfte an einer Universität…
**Das stimmt, und da stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll
wäre, diese Leute zu fördern.
>
> Das Notebook-University Programm wird aber doch einigen Mittelbauler
> die Stellen bis Ende nächsten Jahres sichern … siehe unten.
**Ihre auch! Herzlichen Glückwunsch!
>
> Nun, es könnte z.B. ausgestattete Räume sparen. Und die sind deutlich
> teuerer als ein paar Notebooks und ein WLAN. Interessant ist in
> diesem Zusammenhang besonders: Was passiert eigentlich, wenn die
> Nutzer auf einmal für die Ausstattung selber veranwortlich sind? Was
> teilweise mit fremdem Eigentum gemacht wird, läßt sich ja an jeder
> Telefonzelle sehen…
**Das wird mit geliehenen Notebooks auch nicht anders sein!
>
> - “Schlagwort Medienkompetenz? Die fehlt nämlich in den bürokratisch
> formulierten Projektstudien.”
>
> Nein, sehe ich nicht so. “Medienkompetenzvermittlung” ist Ziel des
> Projektes, und Mittel und Wege zur Förderung sollen hier erforscht
> und aufgezeigt werden. (s.o.)
**Wie wollen Sie denn mit einem technikorientieren Projekt
“Medienkompetenz” vermitteln. Den Umgang mit Rechnern lernt man doch
schon in VHS-Kursen. Wie denfinieren Sie “Medienkompetenz”.
>
> - “das Bild von souverän durchs Netz surfenden Studenten entspricht
> nicht der Realität”
>
> So? Kenn ich zum Teil aber ganz anders, und zwar nicht (nur) in
> technisch orientierten Fächern. Worauf basiert diese Aussage?
**Da müssen Sie den Autor direkt fragen. Ich denke aber, dass er
weiß, was er schreibt.
>
> Natürlicht nicht allein, sondern immer in Kommunikation mit den
> Fachexperten. Allerdings müssen erst einmal vernünftige, erporbte
> Verfahren existieren. Und die sollen hier entwicklet und evaluiert
> werden.
**Also doch wieder so ein Uni-Projekt, das in 2 - 3 Jahren ins
Schwarze Loch fällt. Sie glauben nicht, wieviele solcher Projekte ich
in meinen Dienstjahren erleben durfte, vor allem die vollmundigen und
blumigen Erklärungen beim Start!
>
> -”Als Fazit bleibt, dass aus der “Notebook-Uni” sehr schnell eine
> “Not-Uni” werden könnte. ”
>
> Not-unis sind wir doch schon…
>
>
>
> Sorry, aber dieser Artikel fällt mir vor allen Dingen durch seine
> unfundierte, polemische Art auf, und das bin ich von der Telepolis
> nicht gewohnt…
**Das würde ich auch so sehen, wenn ich von der Notebook-University
überleben kann.
>
> Frank Schulte
>
> (Teilprojektleitung “Lab.OR-Laboratorium für Online-Research”,
> eCampus Duisburg, Notebook-University gefördert)
>