notebookgen war ichg beim Mediaproturnmarkt, und habe das Notebook
mitgenommen. Zum Supersondereionführungsmegageilallesbilligerpreis
von 8.995,99 Euro. Es sah ja auch nur zu schnuckelig aus, so wie es
sich da im Regal präsentierte. Das dicke Kabel an der Rückseite,
welches ins innere des Regals führte, bemerkte ich nicht, oder hielt
es für eine Art Diebstahlsicherung. Beim Kauf wurde ich noch gefragt,
ob ich das Akku-Mega-Pack zum Sonderpreis von 4.443,45 Euro noch dazu
haben wollte, aber damit wäre das Notebook ja teurer als mein
Kleinwagen, den ich erst vor wenigen Monaten gekauft hatte, nee, das
musste nicht sein. Mein Rücken war bis zur Kasse hin schon etwas
krumm, wie ich es da so durch die Gänge hin schleppte. Aber naja,
endlich mal wieder ein Grund, Sport zu machen, meine Figur hatte in
den letzten Monaten als Schreibtsichtäter schon ziemlich gelitten.
Ich hatte dann erstmal mein Konto etwas geplündert, und das Gerät in
meinen Kleinwagen gelegt, der dadurch doch etwas Schlagseite bekam,
also besser auf die Beifahrerseite, damit ich di Schlagseite mit
meinem nicht unerheblichen Gewicht etwas ausgleichen konnte. Mein
45PS-Wagen hatte dann auch etwas Probleme an der Ampel den Porsche
auf der Abbiegespur abzuhängen, und das trotz Vollgas und schnellem
Kommenlassen der Kupplung. Warum schüttelt der so den Kopf? Wenn der
wüsste, was ich hier für ein tolles Notebook habe…! Ich war doch
schon ein doller Hecht! Zuhause am Plattenbau angekommen, stieg ich
mit dem Notebook in den Fahrstuhl, drückte 5. OG, und die rote Lampe
des AUfzuges ging an, Übergewicht, also Treppe. Dreiundzwanzig
Minuten später, hechelnd, in der Wohnung, das gute Stück ausgepackt,
auf dem Eiche-Rustikal-Wohnzimmertisch mit
Badezimmerkachelintarisien, wie schön, aufgestellt. Whoa, was ein
Teil! Ah, das Netzteil, jetzt wusste ich endlich warum das Ding so
schwer war, beste Ringkernqualität stand da auf dem Typenschild, ja
nur vom Feinsten. Ich klippste den handtellergrßen Akku in das Gerät
ein, schloß das Netzteil an, steckte es in die Steckdose, und
bemerkte, dass die Digitaluhr neben dem Fernseher aus war. Hm? Zum
Sicherungskasten getappt, ah, die war aus, wieder angeschaltet, aus,
an, aus, an, aus, Ratlosigkeit. Ob das Notebook? Notebook
abgestopselt, Sicherung an. Aha. Na, vielleicht was falsch gemacht,
Handbuch gucken.
> Vorbereitung Inbetriebnahme:
> Achtung, sollte ihr Wohnungstromkreis nur mit 16A abgesichert sein, so
> empfehlen wir, bei tiefentladenem Hochleistungsakku, allen anderen
> Verbraucher an diesem Stromkreis vom Netz zu trennen.
Ach so. Naja, tiefentladen ist ja nicht so oft, Herd, Fernseher,
Radio, Toaster, Waschmaschine, Wecker ab, Notebook angestöpselt,
Sicherung bleibt drin.
> Das erstmalige Laden des Hochleistungsakkus braucht 12 Stunden.
Das konnte man weiter im Handbuch lesen, naja, 12 Stunden, morgen
früh um 6. Ok, Wecker anschließ0en, nee, geht nicht. Fernsehen
gucken, geht nicht, also schlafen.
Nächster Morgen, mist, verpennt, schon 11:23, hm, achja, kein Wecker,
achja, Notebook? Ah, Ladekontrollanzeige steht auf 100%. Gut,
endlich, eigentlich müsste ich ja arbeiten, ach nee, schon so spät,
und das Notebook…! Also eingeschaltet, bupp, aus. Das Klacken
kannte ich jetzt schon, Sicherungskasten, an. Handbuch.
> Erste Inbetriebnahme
> Bei der ersten Inbetriebnahme unbedingt den Akku-Betriebswahlschalter auf die
> Stellung “Power-Boost” stellen. Sobald dann die erste Anzeige auf dem Display
> statt findet, stellt das Notebook den Akku automatisch auf “Support-Boost”
> um. Danach können Sie das Notebook vom Netz trennen, es kann dann
> netzunabhängig genutzt werden.
Also, Schiebeschalter umgelegt, Meldung erscheint, die Lampe für
Support-Boost geht an. System bootet. Netzteil getrennt, jetzt kann
ich es mir auf dem Balkon gemütlich machen. Windows Vista
Ultramegaobergeil-Edition startet. Neue Hardware gefunden. Klick auf
Ok. Neue Hardware gefunden. Klick auf Ok. Neue Hardware gefunden.
Klick auf Ok. Persönliche Einstellungen erstllten, Startmenü
aufbauen, Desktophintergrund aufbauen, was das alles so automatisch
für mich tut! Funktioniert ja bestens! Neue Hardware gefunden. Klick
auf Ok. Irgendwann erschien dann der komplette Desktop. Und ein
Assistent.
> [x] Akkuladung beinahe erschöpft.
> |
> | Bitte schließen sie das Netzteil, das Akku-Mega-Pack an die rückseitig
> | blinkende Buchse an, oder lassen Sie das Gerät herunterfahren.
> |
> | [Weiter] [Abbruch] [Herunterfahren]
Ich habe dann auf Weiter geklickt, Piep Piep Piep!
> [x] Systemwarnung.
> |
> | Die Akkulaufzeit von 10 Minuten wurde überschxxxxxxx
> | xxxxxxxxxx x xxxx xx xxxxxx
Mehr konnte ich nicht lesen, daher die Ixe. Es gab dann noch eine
sehr schnell wieder verschwindende Textanzeige, irgendwas mit
hardware driver status and user settings not saved, und so. Dann
Schwarzes Display, alle Lampen aus, außer eine: Tiefentladung.
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