notebookrtikel schon dargestellt, können die Folgen in Zukunft aus
der Notebook-Uni eine Not-Uni machen. Viele Folgen zeigen sich aber
jetzt schon. Hier an der Uni Mainz sieht das so aus: Alles ist schön
mit W-LAN versorgt, ich kann somit immer schön während den
Vorlesungen in ICQ chatten, DivX und Mp3s über mehr oder weniger
legale Tauschbörsen ziehen. Kann mich als Student also eigentlich
nicht beklagen, nur wo soll da der Vorteil für die Lehre sein? Bei
uns hat noch kein Dozent jemals etwas anderes als Tafel und Projektor
zur Vorlesung benutzt, in der Chemieübungsgruppe wurde der Einsatz
des Notebooks sogar verboten, obwohl auf der letzten c’t Software
CD-Rom sinnvolle Programme zur Ergänzung der Lehre waren. Der Staat
würde den Studenten viel besser helfen, wenn er z.B. den
Gültigkeitsbereich des Semestertickets erweitern, die öffentlichen
Verkehrsmittel ausbauhen oder einfach mehr Bücher für die
Universitätsbibliotheken bezahlen würde. Völlig lächerlich sind da
noch die IBM Vertreter, die vor nicht allzu langer Zeit vor der Mensa
ihre überteuerten Notebooks aufgebaut haben. Wie sollen sich
Studenten die überhaupt leisten können? Ein gutes, Uni-taugliches,
also ultraportables Notebook kostet mindestens 1500 Euro. Es muss
alle drei Jahre durch ein neues ersetzt werden, weil es nach dieser
Zeit nicht mehr mit aktueller Software zusammenarbeitet. Wer sich
nicht gerade die komplette Software illegal beschafft muss noch
zusätzlich was hinlegen, das kommt monatlich schon auf 10% des
verfügbaren Geldes. Von irgendwelcher Lernsoftware seitens der
Universität ist gar nichts zu hören. Sonst sucht unser Finanzminister
doch immer nach Einsparmöglichkeiten: Hier ist eine!
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